Sicherheitswarnungen & Rückrufmeldungen

Was bedeutet das?

Für die meisten Patienten, die mit einem Fluorochinolon-Antibiotikum behandelt werden, ist der Nutzen der Behandlung weitaus größer als das sehr seltene Risiko für Herzrhythmusstörungen. Falls Sie eines dieser Medikamente einnehmen, setzen Sie es daher keinesfalls eigenmächtig ab. Sprechen Sie stattdessen mit Ihrem Arzt über diese neue Warnung, insbesondere falls Sie an Herzrhythmusstörungen oder einem zu niedrigen Kalium- oder Magnesiumspiegel leiden. Sie sollten Ihrem Arzt und Ihrem Apotheker auch immer alle Arzneimittel nennen, die Sie noch einnehmen, damit ein erhöhtes Risiko durch eine Wechselwirkung ausgeschlossen werden kann.

Falls Sie weitere Fragen zu diesem Warnhinweis haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Neue Warnungen vor einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen durch Fluorochinolon-Antibiotika

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Hersteller von Antibiotika, die zur sogenannten Fluorochinolon-Gruppe gehören, aufgefordert, neue Warnhinweise in die Packungsbeilage und die Fachinformation ihrer Arzneimittel aufzunehmen. Darin wird über ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer bestimmten Herzrhythmusstörung bei Menschen, welche die betroffenen Arzneimittel einnehmen, informiert. Unter einer Herzrhythmusstörung versteht man eine Störung der normalen Herzschlagfolge. Bei der Herzrhythmusstörung handelt es sich um eine Verzögerung der Weiterleitung von elektrischen Signalen im Herzen (QT-Intervall-Verlängerung). Diese wird sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung der Herzaktivität.

Zu den betroffenen Antibiotika gehören alle Medikamente, die zur sogenannten Fluorochinolon-Gruppe gehören, wobei das Risiko abgestuft bewertet wird: Moxifloxacin (Avalox) - offensichtliches Potential für das Auftreten der Nebenwirkung

Levofloxacin (Tavanic), Norfloxacin (Barazan), Ofloxacin (Tarivid), Ciprofloxacin (Ciprobay) - geringes Potential für das Auftreten der Nebenwirkung

Enoxacin (Enoxor) - sehr geringes Potential/unbekanntes Potential für das Auftreten der Nebenwirkung

Diese Antibiotika werden zur Behandlung verschiedenster Infektionen eingesetzt. Das Risiko für das Auftreten der Herzrhythmusstörung ist bei Patienten erhöht, die bereits an Herzrhythmusstörungen leiden oder bei denen Störungen im Elektrolythaushalt auftreten, insbesondere ein zu niedriger Kalium- und Magnesiumspiegel. Ein erhöhtes Risiko besteht auch bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Medikamenten, die ebenfalls eine Verzögerung der Weiterleitung von elektrischen Signalen im Herzen bewirken können.

Weitere Informationen unter: weitere Informationen hier

Quelle: BfArM
Datum der Veröffentlichung: 2011-04-07
Letzte Aktualisierung: 2011-05-23

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